Mit dem VW T4 nach Holland – unser Kurztrip über Zandvoort nach Texel und Breezanddijk
Manchmal braucht es gar keinen großen Urlaub, um einfach mal wieder rauszukommen. Ein paar Tage Zeit, den Bulli startklar machen und losfahren. Genau das haben wir Mitte Oktober 2026 gemacht.
Diesmal ging es für uns in die Niederlande. Auf dem Programm standen unter anderem Zandvoort, die Nordseeinsel Texel und Breezanddijk am Afsluitdijk.
Wir waren mit unserem VW T4 unterwegs, haben viele schöne Orte gesehen, einige Zwischenstopps eingelegt und vor allem die Zeit genossen.
Und genau dafür lieben wir unseren Bulli.

Erster Stopp: Zandvoort an der Nordsee
Unser erster größerer Halt führte uns nach Zandvoort.
Zandvoort liegt direkt an der niederländischen Nordseeküste und ist vor allem für seinen langen Sandstrand bekannt. Natürlich kennen viele den Ort auch durch die Rennstrecke, den Circuit Zandvoort.
Uns ging es aber in erster Linie um das Meer.
Mit dem Bulli direkt in Küstennähe stehen, aussteigen und einfach auf die Nordsee schauen – das ist für mich schon ein großer Teil dessen, was solche Kurztrips ausmacht.

Gerade im Oktober hat die Küste ihren ganz eigenen Reiz. Es ist nicht mehr so voll wie im Hochsommer, die Temperaturen sind etwas frischer und man kann die Umgebung in Ruhe genießen.
Und wenn dann noch die Sonne tief steht und unseren weißen T4 in ein schönes warmes Licht taucht, ist das natürlich auch ein tolles Fotomotiv.
Mit unserem VW T4 unterwegs
Unser Bulli begleitet uns mittlerweile seit 2018.
Es handelt sich um einen VW T4 Transporter aus dem Jahr 1999 mit langem Radstand und dem AAC-Benzinmotor mit 84 PS.
Über die Jahre haben wir ihn Stück für Stück zu unserem kleinen Camper umgebaut. Mittlerweile haben wir alles dabei, was wir für solche Touren benötigen.
Dabei ist uns vor allem eines wichtig: Es muss praktisch und gemütlich sein.
Wir brauchen keinen riesigen Camper mit allem möglichen Luxus.
Ein Bett, etwas Stauraum, Kühlschrank, Frischwasser und die Möglichkeit, unterwegs einfach mal anzuhalten, reichen uns vollkommen.
Gerade auf solchen Reisen merken wir immer wieder, wie schön diese Unabhängigkeit ist.
Weiter ging es auf die Insel Texel
Nach Zandvoort führte uns die Reise weiter Richtung Norden.
Ein besonderes Ziel war die niederländische Nordseeinsel Texel.
Die Insel gehört zu den Westfriesischen Inseln und ist von Den Helder aus mit der Fähre erreichbar.

Schon die Überfahrt ist mit dem Bulli etwas Besonderes. Man steht mit seinem Fahrzeug auf der Fähre und weiß, dass es gleich wieder eine ganz andere Landschaft zu entdecken gibt.
Texel hat uns vor allem durch seine abwechslungsreiche Natur gefallen.
Weite Landschaften, Dünen, kleine Ortschaften, Strände und natürlich immer wieder das Meer.
Wir waren an verschiedenen Stellen unterwegs und haben uns die Insel angesehen.
Genau das ist für mich das Schöne am Reisen mit dem Bulli: Man kann anhalten, wo es interessant ist, sich etwas anschauen und anschließend einfach weiterfahren.
Der nördlichste Punkt von Texel
Ein ganz besonderes Ziel war für uns die Nordspitze von Texel.
Dort steht auch der bekannte rote Leuchtturm Vuurtoren Eierland, der zu den Wahrzeichen der Insel gehört.

Der Leuchtturm wurde bereits 1864 errichtet und ist bis heute eines der bekanntesten Fotomotive auf Texel.
Natürlich haben wir uns auch dort umgesehen.
Die Landschaft ist wirklich schön. Dünen, Strand, Meer und dazu der Wind, der einem ordentlich um die Ohren wehen kann.
Aber das gehört an der Nordsee einfach dazu.
Drei Generationen Volkswagen an einem Ort
Und dann gab es dort noch einen richtig schönen Zufall.
Am nördlichsten Punkt von Texel standen wir mit unserem weißen VW T4 plötzlich direkt neben einem orangefarbenen VW T2 und einem klassischen VW Käfer.

Das musste natürlich fotografiert werden.
Drei alte Volkswagen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und trotzdem irgendwie zusammengehören.
Gerade der VW T2 hat für mich persönlich eine besondere Bedeutung.
Meine Eltern hatten früher selbst einen VW T2 Westfalia. Mit diesem Bulli habe ich in meiner Jugend die ersten Reisen und Bulli-Treffen erlebt.
Und genau dort hat meine Begeisterung für VW Busse eigentlich angefangen.
Dass wir nun mit unserem eigenen T4 auf Texel neben einem T2 und einem Käfer standen, war deshalb ein besonders schöner Moment.
Solche Begegnungen kann man nicht planen.
Sie passieren einfach.
Und genau deshalb bleiben sie einem auch in Erinnerung.
Unterwegs zwischen Dünen, Windmühlen und kleinen Ortschaften
Natürlich haben wir nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten besucht.
Wir sind auch einfach durch die niederländische Landschaft gefahren und haben unterwegs immer wieder angehalten.

Typische Häuser, kleine Ortschaften, alte Windmühlen und die weiten Landschaften gehören für mich einfach zu den Niederlanden dazu.
Gerade die historischen Windmühlen sind immer wieder beeindruckend.
Sie gehören genauso zum Landschaftsbild wie die vielen Wasserwege und Deiche.
Auch das macht solche Reisen interessant: Es müssen nicht immer die großen touristischen Attraktionen sein.
Manchmal reicht schon eine schöne Straße, ein kleiner Ort oder eine interessante Aussicht.
Breezanddijk und der Afsluitdijk
Ein weiterer Halt führte uns nach Breezanddijk.
Dieser kleine Ort liegt mitten auf dem berühmten Afsluitdijk, dem niederländischen Abschlussdeich.
Der Deich ist rund 32 Kilometer lang und verbindet Nordholland mit Friesland. Er trennt das IJsselmeer vom Wattenmeer.
Schon die Fahrt über diesen Deich ist beeindruckend.
Auf beiden Seiten Wasser und dazwischen eine Straße, die sich kilometerweit durch die Landschaft zieht.
Bei Breezanddijk haben wir mit dem Bulli angehalten und uns die Umgebung angesehen.
Besonders interessant fand ich den Blick über das Wasser mit den zahlreichen Windkraftanlagen.

Vom geöffneten Bulli aus einfach auf diese Landschaft zu schauen, hat schon etwas.
Und genau in solchen Momenten merkt man, wie wenig es manchmal braucht, um eine gute Zeit zu haben.
Einfach mal die Tür öffnen und die Aussicht genießen
Eines meiner Lieblingsbilder von dieser Tour zeigt eigentlich nichts Spektakuläres.
Man schaut einfach durch die geöffnete Schiebetür unseres Bullis nach draußen.
Ein Stück Wiese, Wasser und in der Ferne die Windkraftanlagen.
Mehr nicht.
Aber genau solche Momente machen für mich das Reisen mit einem Camper aus.
Man muss nicht ständig etwas unternehmen.
Man muss auch nicht jeden Tag möglichst viele Sehenswürdigkeiten abhaken.
Manchmal ist es einfach schön, irgendwo anzukommen, die Tür aufzumachen und die Aussicht zu genießen.
Ein Kurztrip, der sich gelohnt hat
Auch wenn wir nur kurz unterwegs waren, haben wir wieder unglaublich viele Eindrücke mitgenommen.
Von Zandvoort mit seinem schönen Nordseestrand über die Insel Texel bis zum Afsluitdijk bei Breezanddijk.
Dazwischen viele kleine Orte, schöne Landschaften und immer wieder Gelegenheiten, einfach mal anzuhalten.
Und natürlich bleibt mir besonders das Zusammentreffen unseres T4 mit dem VW T2 und dem Käfer auf Texel in Erinnerung.
Für mich zeigt dieser Kurztrip wieder einmal, dass man nicht unbedingt mehrere Wochen Urlaub benötigt, um etwas zu erleben.
Auch ein paar Tage können vollkommen ausreichen.
Unser T4 ist dafür nach wie vor genau das richtige Fahrzeug.
Er ist nicht neu, nicht besonders schnell und bietet auch längst nicht den Komfort eines modernen Campers.
Aber er bringt uns zuverlässig an schöne Orte und gibt uns die Freiheit, unsere Zeit so zu gestalten, wie wir es möchten.
Und genau darum geht es uns beim Reisen mit dem Bulli.
Wir werden sicherlich noch häufiger in den Niederlanden unterwegs sein. Denn auch wenn wir schon einiges gesehen haben, gibt es dort noch jede Menge zu entdecken.
