Unser VW T4: Wartung, Reparaturen und warum ich immer mehr selber schraube
Unseren VW T4 haben wir seit 2018 – und wie das bei einem mittlerweile etwas älteren Fahrzeug nun einmal so ist, sind in den vergangenen Jahren natürlich einige Arbeiten angefallen.
Dabei muss man aber auch sagen: Unser T4 wird nicht geschont. Wir nutzen ihn sehr oft, fahren damit in den Urlaub und unternehmen viele Touren. Er ist für uns kein Fahrzeug, das die meiste Zeit irgendwo herumsteht. Entsprechend gehören Wartung und die eine oder andere Reparatur einfach dazu.
Vieles davon versuche ich mittlerweile selbst zu erledigen.Ein alter T4 braucht Aufmerksamkeit
Wer sich für einen VW T4 interessiert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass bei einem Fahrzeug dieses Alters immer wieder etwas anfallen kann. Mal ist es ein Verschleißteil, mal geht tatsächlich etwas kaputt und dann gibt es natürlich noch die ganz normale regelmäßige Wartung.
Für mich gehören dazu unter anderem Öl und Ölfilter, Luftfilter, Pollenfilter, Zündkerzen und weitere Verschleißteile. Je nach Bauteil erledige ich diese Arbeiten jährlich beziehungsweise in den entsprechenden Wartungsintervallen.

Wenn man sich unsere Liste der vergangenen Jahre anschaut, kommt tatsächlich einiges zusammen.Was an unserem T4 bisher gemacht wurde Fahrwerk, Bremsen und Antrieb
- Traggelenke vorne unten – neu bei 164.500 km
- Traggelenke vorne oben – neu 12/2022
- Achsmanschette vorne links – 07/2025
- Achsmanschette vorne rechts – 09/2026
- Bremsscheiben hinten – 09/2026
- Bremsbeläge hinten – 09/2026
- Allwetterreifen – neu bei 205.200 km (09/2026)
Auspuffanlage
- Alle Dichtungen am Krümmer – neu bei 163.500 km
- Endschalldämpfer – 09/2022
- Mittelschalldämpfer – neu bei 205.030 km
Zündung, Motorsteuerung und Sensoren
- Relais 30 – 06/2018
- Zündkabel komplett – 02/2022
- Zündverteilerkappe – 02/2022
- Unterdruckschlauch im Steuergerät – 02/2022
- Lufttemperatursensor – 06/2022
- Zündspule von BERU – 09/2026
- Kühlmittelsensor G62 – 09/2026
- Drosselklappenstellung/Potentiometer – 09/2026
Wartung und Verschleißteile
Bei rund 199.000 km wurden unter anderem entsprechende Wartungsarbeiten beziehungsweise Teile erneuert. Zu den zuletzt dokumentierten Arbeiten gehören:
- Kraftstofffilter – 07/2025
- Motoröl – 06/2026 bei 205.030 km
- Ölfilter – 06/2026 bei 205.030 km
- Ölablassschraube – 06/2026 bei 205.030 km
- Luftfilter – 06/2026
- Pollenfilter – 06/2026
- Zündkerzen – 06/2026
Außerdem wurden im Februar 2022 die Gasdruckdämpfer der Heckklappe gegen 1100-N-Dämpfer ausgetauscht.Die Kosten halten sich bisher in Grenzen

Die Liste sieht auf den ersten Blick vielleicht ziemlich lang aus. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass sich diese Arbeiten über mehrere Jahre verteilen und wir den T4 regelmäßig nutzen.
Für alle, die selbst darüber nachdenken, sich einen T4 zuzulegen, ist meine bisherige Erfahrung deshalb: Ja, es fällt immer wieder etwas an.
Das bedeutet aber nicht automatisch, dass ein alter T4 ein finanzielles Fass ohne Boden sein muss. Viele Ersatzteile sind nach wie vor zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Und wenn man bereit ist, sich mit der Technik auseinanderzusetzen, kann man erstaunlich viele Dinge selbst erledigen.Vom Nicht-Schrauber zum Selbermacher
Das Interessante daran ist, dass ich mich früher mit Motoren oder der Technik von Autos eigentlich überhaupt nicht beschäftigt habe.
Mit unserem T4 hat sich das geändert.
Wenn ein Problem aufgetreten ist, habe ich angefangen, mich einzulesen. Dabei waren und sind die verschiedenen T4-Foren eine große Hilfe – insbesondere das bekannte T4-Forum. Dort findet man unglaublich viel Wissen und die Erfahrungen von Menschen, die sich teilweise seit Jahrzehnten mit diesen Fahrzeugen beschäftigen.
Also habe ich gelesen, recherchiert und irgendwann angefangen, mich selbst an die ersten Arbeiten heranzutrauen.
Mit jedem erledigten Problem kam ein bisschen mehr Erfahrung dazu. Was ich mir vor einigen Jahren überhaupt nicht zugetraut hätte, gehe ich heute deutlich entspannter an.
Natürlich gibt es weiterhin Arbeiten, die eine Werkstatt übernehmen muss oder bei denen ich lieber einen Fachmann ranlasse. Aber mein Ziel für die Zukunft ist klar: Alles, was ich mit meinen Möglichkeiten vernünftig und sicher selbst machen kann, möchte ich auch selbst erledigen.
Und genau darüber möchte ich hier auf BruceyOnTour ebenfalls berichten – nicht nur darüber, was am T4 kaputtgeht oder erneuert wird, sondern auch darüber, wie ich die einzelnen Arbeiten angehe und welche Erfahrungen ich dabei mache.
Denn irgendwie gehört das Schrauben inzwischen genauso zu unserem T4 wie das Reisen mit ihm.
